Deutsche Gesellschaft für Akustik e.V.
Arbeitsring Lärm der DEGA
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Der ALD hat im Rahmen seines Verbändeprojektes "Schutz vor Umgebungslärm mit Schwerpunkt Leben in der Stadt, Mobilitätswende und Erneuerbare
Energien" zum Schwerpunktthema „Stadtleben“ am 04.02.2026 das Fachgespräch „Stadtklang, Klangräume in der Stadt und Soundscape – Neue Ansätze für die Praxis des Schutzes vor Umgebungslärm in urbanen Gebieten“ in Offenburg durchgeführt.
Im Vorfeld des Fachgesprächs hat der ALD das Ziel und die Inhalte der Veranstaltung dokumentiert und eine ppt-Präsentation als Input erstellt.
Dem ALD war bei diesem Fachgespräch wichtig, die Anwendbarkeit und Anwendung der beiden Konzepte in der Praxis der Stadtplanung, des Schutzes vor Umgebungslärm und der Lärmminderungsplanung zu diskutieren, mit dem Ziel, die bislang nahezu nur im wissenschaftlichen Kontext umgesetzten Konzepte zum Bestandteil von Maßnahmen und Werkzeugen zum Schutz vor Umgebungslärm zu machen; dies sowohl zur Analyse bestehender Lärmsituationen als auch in der Planung. Beide Konzepte postulieren, dass Lärm nicht allein an der Überschreitung eines bestimmten A-bewerteten Dauerschalldruckpegels festgemacht werden kann und darf, sondern viele nicht-akustische Komponenten ebenso wie positiv konnotierte Stadtgeräusche in die Beurteilung und Planung von städtischen Räumen mit einbezogen werden müssen. Das steht in Kontrast zu den „traditionellen“ Herangehensweisen des Schutzes vor Umgebungslärm, die die Anwendung technischer und organisatorischer Schallschutzmaßnahmen zum Zweck der Einhaltung vorgegebener Immissionsricht- und -grenzwerte, die auf die Bestimmung von A-bewerteten Einzahlwerten des energieäquivalenten Dauerschallpegels abheben, vorsehen. Ein Diskussionspunkt war auch das Spannungsfeld zwischen der Beschreibung und Bewertung des Ist-Zustands bzw. einer bestehenden Situation (Analyse, Messung) und der Beschreibung und Bewertung eines zukünftigen geplanten Zustands (Prognose, Berechnung, Simulation). Bürger:innen haben grundsätzlich gesetzlichen Anspruch auf Schutz vor Lärm, weshalb auch Gesichtspunkte, die die Einbindung von Soundscape und Stadtklang in den Rechtsrahmen betreffen, in dem Gespräch eine Rolle gespielt haben.
Mit Hilfe der Ergebnisse dieses Treffens wurde ein Bericht erstellt, in dem die Ergebnisse, Erfahrungen und Bürger:innenreaktionen, die aus realisierten Projekten und der Umsetzung von Maßnahmen zur Beseitigung oder Minderung von lärmbedingten Konflikten und zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität im städtischen Raum hervorgehen, zusammengetragen, aufbereitet und dargestellt werden. Die Prozesse und Kommunikationswege sowie die eingesetzten planerischen, organisatorischen und technischen Werkzeuge, die dabei eine Rolle spielen, werden darin ebenfalls beschrieben.