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Deutsche Gesellschaft für Akustik e.V.
Arbeitsring Lärm der DEGA

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+49 (0)30 340 60 38 02

E-Mail:
ald@ald-laerm.de

Tag gegen Lärm 2020

„Ich bin ganz Ohr“
Der 29. April 2020 ist der Tag gegen Lärm - International Noise Awareness Day.

Der Arbeitsring Lärm der Deutschen Gesellschaft für Akustik e.V. (ALD) nimmt dies zum Anlass, um auf das wichtige Thema „Lärm“ und dessen gesundheitliche Bedeutung aufmerksam zu machen. Als Fachgruppe der Deutschen Gesellschaft für Akustik e.V. setzt sich der ALD für quellenübergreifenden Lärmschutz ein, berät hierzu die Öffentlichkeit und führt fachliche Veranstaltungen zu Lärmschutzfragen durch.

Unter dem Motto „Ich bin ganz Ohr“ sind zum Tag gegen Lärm eine Vielzahl von Aktionen und Veranstaltung geplant worden. Sie sind wegen der Corona-Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Die Stille und die Entschleunigung, von denen mancherorts in diesen Zeiten der Kontaktsperre gesprochen wird, sind trügerisch. Die aktuelle Situation ist nicht selbst gewählt und kann wahrlich nicht als erholsame Ruhe in unserem gesellschaftlichen Leben oder gar als Beitrag zum Lärmschutz verstanden werden.

Die Corona-Krise stellt uns vor große Herausforderungen. Wir fürchten uns vor der Ausbreitung der COVID-19-Erkrankung, erleben erhebliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens und sorgen uns um die ökonomischen und sozialen Folgen der Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus.

Wir erleben in diesen schwierigen Zeiten aber auch die breite Zustimmung der Bevölkerung zu den von der Politik getroffenen Maßnahmen und welchen großen Stellenwert Politik und Gesellschaft dem Gesundheitsschutz einräumt. Und, wir sehen, dass Menschen auf einander Acht geben, rücksichtsvoll sind und sich an die aktuelle schwierige Situation so gut es geht anpassen.

Etwas von dem Stellenwert des Gesundheitsschutzes und von der derzeit erlebbaren Rücksichtnahme und Achtsamkeit füreinander wünschen wir uns auch für den Lärmschutz. Denn Lärmschutz ist Gesundheitsschutz. Die aktuellen Umgebungslärm-Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählen Herzerkrankungen, Schlafstörung, erhebliche Lärmbelästigung, Hörschäden und Einbußen in der geistigen Leistungsfähigkeit von Kindern als entscheidende gesundheitliche Auswirkungen des Lärms, allen voran des Verkehrslärms auf.

Hier gibt es noch viel zu tun, um das vorhandene umfangreiche Wissen zur Lärmwirkung umzusetzen und unsere Lebensräume, zum Beispiel in den Innenstädten, nachhaltig unter Beachtung des Immissionsschutzes weiter zu entwickeln und die Lärmbelastungen durch verschiedenste Quellen in ihren gesamten, kombinierten Einwirkungen auf die Bevölkerung einzudämmen.

Das Wissen um die Gesundheitsbeeinträchtigungen durch Umgebungslärm lässt ein engagiertes Vorgehen gegen diese Art von Umweltverschmutzung als dringend geboten erkennen. Der ALD bietet sich hierzu als fachkundig beratende, informierende und moderierende Organisation an, den Gedanken des Lärmschutzes voran zu treiben – während und nach der Corona-Krise, wenn das gewohnte öffentliche Leben hoffentlich bald wieder zurückkehrt und dann aber auch der alltägliche Lärm wieder da ist.